Heilung postpartum

Die Wundheilung von Geburtsverletzungen verläuft wie bei jeden anderen Wunde in verschiedenen Phasen, die sich überlappen und teilweise parallel stattfinden. Oberflächliche Geburtsverletzungen wie Labienrisse, Scheidenrisse und Dammrisse I. Grades heilen erfahrungsgemäß innerhalb einer reichlichen Woche aus. Dammrisse II. Grades sind nach ca. zwei Wochen verheilt. Sphincterverletzungen sind nach ca. vier Wochen ausgeheilt. Eine Sectionarbe hat nach einem halben Jahr eine Stabilität von 80%.
Was bedeutet das für die Betreuung von Frauen im Wochenbett? Welche Verläufe sind (noch) normal? Wann bedürfen sie einer Sekundärnaht? Wann sollten Hämatome ausgeräumt werden? Ist das Lösen von Knoten und Fäden möglicherweise kontraproduktiv? Die Beurteilung einer Naht im Heilungsprozess erfordert Erfahrung und ist ausgesprochen schwierig zu erklären, weil momentan keine messbaren Beurteilungskriterien vorliegen. Anhand von Fotos werden Verläufe dargestellt und auf der Grundlage der derzeitigen Forschungslage diskutiert.

Inhalt:

  • Physiologie der Wundheilung
  • Frühe Sekundärnaht
  • Hilfen bei Wundheilungsstörungen
  • Training mit Fotos und Real-Videos
  • Diskussion eigener Fälle
  • Rechtliche Situation, z.B. bei Fehldiagnostik
  • Langzeitprobleme nach Geburtsverletzungen

Unpässlichkeiten postpartum

Viele Frauen fühlen sich nach der Geburt nicht mehr ganz wohl in ihrem Körper. Häufig liegen diesem Missempfinden ganz konkrete, aber tabubehaftete Ursachen zugrunde. Weil aber nicht darüber geredet wird, wachsen sich kleine Probleme zu einem generalisertem Unwohlsein aus. Unfreiwilliger Luftabgang aus Darm und Scheide, Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz sind häufig durch eine Schwäche in der Beckenbodenmuskulatur erklärbar und können durch Training verbessert werden. Andere Beschwerden bedürfen einer fachärztlichen Begutachtung und Behandlung. Aber was wird eigentlich als Norm zugrunde gelegt? Was könnte durch Prävention während der Geburtsbetreuung verhindert werden? Welche Möglichkeiten der Diagnostik und Hilfestellung hat die Hebamme im Wochenbett? Wie können Frauen nach Sphinkterverletzungen bestmöglich und leitliniengerecht nachbetreut werden? Wer hilft bei Problemen?

Inhalt:

  • Langzeitprobleme nach Geburtsverletzungen
  • Stuhlinkontinenz
  • Urininkontinenz
  • Dyspareunie
  • Beckenbodenfragebogen
  • Diskussion eigener Fälle
  • Netzwerkbildung Physiotherapie/Urogynäkologie

Referentin:
Peggy Seehafer, Hebamme, Anthropologin MA

Termin:
08.09.2020 10-18 Uhr

Ort:
Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e.V.
Alfred – Faust – Str. 4
28279 Bremen

Kosten:
Frühbucher (bis 15. Juli):
125€ für DHV-Mitglieder, 170€ für Nichtmitglieder
nach dem 15. Juli:
160€ für DHV-Mitglieder, 185€ für Nichtmitglieder

Der Frühbucherrabatt gilt nur, wenn der Beitrag innerhalb von vier Wochen nach Anmeldung bzw. bis spätestens 23.07.2020 überwiesen wird!

Diese Fortbildung entspricht 8 Stunden aus dem Bereich originäre Hebammentätigkeit.

Referentin:
Peggy Seehafer, Hebamme, Anthropologin MA

Termin:
08.09.2020 10-18 Uhr

Ort:
Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e.V.
Alfred – Faust – Str. 4
28279 Bremen

Kosten:
Frühbucher (bis 15. Juli):
125€ für DHV-Mitglieder, 170€ für Nichtmitglieder
nach dem 15. Juli:
160€ für DHV-Mitglieder, 185€ für Nichtmitglieder

Der Frühbucherrabatt gilt nur, wenn der Beitrag innerhalb von vier Wochen nach Anmeldung bzw. bis spätestens 23.07.2020 überwiesen wird!